Die Warum-Story

„I was a boy…“ so begann die Geschichte, die mir Arne, Führungskraft in der IT-Abteilung eines Pharmaunternehmens, heute im Coaching erzählte. Seine Geschichte hatte er für die Anmoderation eines Wissenschaftlers vorbereitet, der bei einem Event über die neuesten Entwicklungen der Krebsforschung sprach.

Arne erzählte von seiner Leidenschaft als Kind und Jugendlicher für Fußball. Mehrmals die Woche trainierte er. „Eines Tages kam mein bester Freund nicht zum Training. Am nächsten Tag besuchte ich ihn. Ich weiß noch, wie ich das Haus betrat. Da war so eine tiefe Stille…“ Arne erfuhr, dass die Mutter seines Freundes am Tag zuvor an Krebs gestorben war.

Arne war erschüttert. Damals, als 14jähriger fragte er sich, ob es nicht Mittel geben könne, Krebs zu heilen. Heute, 30 Jahre später, unterstützten er und sein Team die Wissenschaftler, Medikamente zu entwickeln um Krebs zu heilen.

Als Arne mir im Coaching die Geschichte erzählte, stockte er immer wieder – so sehr berührte ihn das Erleben von damals. Und mich mit.

Ich fragte ihn nach den Reaktionen aus dem Publikum. Bei ein paar Kollegen habe er Tränen in den Augen gesehen, manche dankten ihm später. Einer sagte zu Arne: „Heute wurde mir seit langem endlich wieder bewusst, warum ich die ganze Arbeit hier tue.“

Wie schön diese Resonanz auf Arnes so persönliche, berührende Geschichte! Eine Geschichte, die zeigt, wie viel Sinn in Arnes Arbeit steckt und warum er mit so viel Leidenschaft tut, was er tut.

Was können wir von Arnes Geschichte lernen?

  1. Start with why“ sagt der Kommunikationsexperte Simon Sinek. Am besten machen wir das eigene Warum, den eigenen „Sinn“ (Purpose) mit Hilfe einer Geschichte greifbar. Das berührt und schafft Verbindung und Identifikationsmöglichkeiten für die Zuhörenden.Solche Geschichten sind wichtig für Selbstständige, EPUs und KMUs, aber auch für große Unternehmen. Denn dort sind manche Abteilungen sehr weit weg von den Kund:innen, deren Leben durch die Produkte besser werden. Hier ist es umso wichtiger, mit Hilfe von (persönlichen) Geschichten, den Sinn bildhaft und fühlbar zu machen.
  2. Geschichten locken Geschichten an.
    Als ich Arne zuhörte, fiel mir sofort ein, wie ich in der Volksschule zum ersten Mal mit dem Thema Tod in Berührung kam. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Erinnerung zu mir kam, denn Geschichte, die wir hören, locken eigene Geschichten an.In manchen Kontexten (Team-Meetings, Workshops…) kann es ganz wunderbar sein, den Raum für die „angelockten“ Geschichten zu öffnen. Solch ein „Story Circle“, in dem alle ihre Geschichten teilen, kann – beispielsweise für ein Team – sehr verbindend sein. Gleichzeitig lässt sich ein Thema so aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und das gemeinsame Wissen einer Gruppe erweitern.
  3. Persönliche Geschichten verbinden
    Die Menschen, mit denen ich ihre Signature-Story entwickle, machen immer wieder diese besondere Erfahrung: Wenn wir uns trauen, uns mit unseren persönlichen Geschichten zu zeigen, werden wir belohnt. Mit dem Vertrauen unserer Zuhörenden. Mit Offenheit und Verbindung.
Wenn Du Unterstützung dabei brauchst, Deine Geschichte zu entwickeln, die Dein Warum zeigt, dann schau Dir doch mal mein Angebot, das Signature-Story-Paket an. Du hast Fragen dazu? Dann melde Dich sehr gern bei mir.
Liebe Grüße zu Dir und jede Menge gute Geschichten!
Mareike

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